Kontakt
Regisseur:
STANISLAW MUCHA
Schloss Gumpertsreuth
95185 Gattendorf
Germany
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Fax: +49-(0)9281-477731
E-Mail: st.mucha@t-online.de 

Produzent:
STRANDFILM PRODUKTIONS GMBH
Dieter Reifarth
Gartenstr. 96
60596 Frankfurt/a.M.
Germany
Tel.: +49-(0)69-96317220
Fax: +49-(0)69-635056
E-Mail: reifarth@strandfilm.com

Co-Produzent:
PANDORA FILM 
Reinhard Brundig 
Ebertplatz 21
50668 Köln
Germany
Tel.: +49-(0)221-973320
Fax: +49-(0)221-973329
E-Mail: PandoraCgn@aol.com

Weltvertrieb:
MEDIA LUNA FILM
Ida Martins
Hochstadenstr. 1-3
50674 Köln
Germany
Tel.: +49 221-139 22 22
E-Mail: info@medialuna-
entertainment.de


Verleih:
PEGASOS FILM
Ernst Szebedits
Zentrale Köln: 
Ebertplatz 21 
50668 Köln Tel.: 0221/97266-16 
Fax: 0221/97266-17 
Filiale Frankfurt:
Egenolffstr. 13 
60316 Frankfurt
Tel. 069/405891-0 
Fax: 069/405891-29

pegasos@pegasosfilm.de

 

ABSOLUT WARHOLA
Dokumentarfilm von Stanislaw Mucha
Deutschland 2001, 80 Min., 35mm, Farbe, 1:1,66
Lichtton (Dolby SR)
Originalsprachen: Ruthenisch, Slowakisch
Untertitel: Deutsch oder Englisch
Produktion: strandfilm
Co-Produktion: PANDORA FILM
Gefördert von: Filmförderung Hamburg, Hessische Filmförderung,
Kuratorium Junger Deutscher Film
Verleih: PEGASOS FILM
Weltvertrieb: MEDIA LUNA FILM, KÖLN
Bildmaterial


Kurzsynopsis:
Irgendwo im Nirgendwo, im ,,ruthenischen Bermuda-Dreieck'' zwischen Slowakei, Polen und der Ukraine, steht das einzige Pop-Art-Museum Europas. Stanislaw Muchas dokumentarische Komödie spürt in Medzilaborce und im Nachbardorf Miková den Wurzeln der amerikanischen Pop-Ikone Andy Warhol nach, dessen Sippe schon immer hier lebte und immer hier leben wird. Die Tanten, Vettern und Kusinen haben Zeit im Übermaß, sie haben Schnaps und haben einander, sie haben keine Arbeit - aber sie haben jeder eine eigene vage Ahnung von Warhol: Sein Name wurde für sie zum Mythos, zur Vision, zum greifbaren Grad der Verwandtschaft mit der unbegreiflich fernen, großen, unverstandenen Welt ...

Synopsis:
Möglicherweise dauert diese Reise ewig und führt nirgendwohin. 
Mal fährt das Auto durch Regen und Schnee eines Spätwinters, 
dann wieder durchs strotzende Grün eines makellosen Sommers.
Die Zeit scheint stehen geblieben. Kein Straßenschild weist den Weg. Dennoch gibt es ein Ziel: Das ,,ruthenische Bermuda-Dreieck''. 
So nennt Stanislaw Mucha jene verlorene Gegend, ,,wo alles verschwindet''. Hier im slowakischen Dreiländereck, hart an den Grenzen zu Polen und 
der Ukraine, spürt der 31-jährige polnische Regisseur das einzige Pop-Art-Museum Europas auf. Medzilaborce heißt das Städtchen, ein Ort, so abseits, daß die Mühe nicht lohnt, die korrekte Aussprache seines Namens zu lernen - gingen von ihm nicht Verbindungslinien zum Rest der Welt aus. 
Sie reichen bis nach Manhattan.
Im Museum wird Andy Warhol zelebriert. In unmittelbarer Nachbarschaft hat seine Familie ihre Wurzeln. Die Warholas leben im winzigen Miková, 
sie lebten schon immer dort und werden immer dort leben.
Sie haben Schnaps, sie haben einander, und sie haben keine Arbeit. 
Gelassen trinkt man darauf: aufs Filmteam, die Gesundheit und das Andenken Andrijku's, des Ewigen. Zu begreifen, wer dieser Andrijku 
alias Andy eigentlich war, beflügelt die Phantasie der Hinterbliebenen. 
Ein paar greise Kirchgängerinnen bestätigen, er sei ,,ein Aufschreiber gewesen'' und ,,in Amerika tätig''. 
Ein junger Mann weiß immerhin, dass Andy gemalt hat, und daß er selbst ,,vielleicht verwandt'' ist mit ihm. Familie und Sippe, das sind sie alle, 
auch über Ozeane hinweg. Vetter Jan gibt zu, den Maler lange für einen Anstreicher gehalten zu haben. Und die alte Tante Maria, ein Bildnis 
des schräg frisierten Neffen in Händen, befindet vertraulich: 
,,Er sieht aus wie ein Affe.'' 

Genaueres hat sich ein selbst ernannter ,,Warholic'' auf einen zerfledderten Zettel notiert, und sogar ein veritabler Doppelgänger findet sich ein, 
mit struppiger Perücke. 
Im Museum, durch dessen Dach Februarschmelzwasser tropft, appellieren die echten Experten an die spendenwillige Öffentlichkeit der westlichen Kunstwelt. Dann beklagen sie, dass die Leute, ,,statt im Museum meditierend ihre Katharsis zu erleben'', ihr Geld lieber in der Kneipe verprassen. 
Schließlich führen sie ihre Schätze vor: Devotionalien, darunter Andys Taufkleid, Brille, Sakko ... Aber auch Original-Grafiken und Drucke: 
das Kuhportrait, Lenin auf rotem Grund, Ingrid Bergman als Nonne, 'Absolut Wodka'. 
Bei der Auswahl der Exponate, erläutert der Kurator, habe man sich 
auf Motive konzentriert, die mit den Menschen am Ort zu tun hätten.
Denen ist Warhol ein Name für die Welt. Alle haben sie ihre eigene Ahnung vom berühmtesten Sohn der Region. Keiner kennt ihn, alle geben Auskunft. In dem, was sich da äußert, schwingen verhangene Kenntnisse über die 
zehn Jahre alte politische Neuzeit mit, die niemand so recht versteht, 
hier ,,im Westen vom Osten und im Osten vom Westen'' (Mucha). 
Unter der Oberfläche der Genügsamkeit, hat der Umbruch Verwüstungen hinterlassen. Die Verluste sind groß; da fällt verlorene Kunst nicht 
sonderlich ins Gewicht. Aus Warhols Originalen, die der Berühmte an 
seine Familie in der alten Heimat schickte, haben die Ahnungslosen Spielzeugtrompeten für die Kinder gemacht, ein Teil seiner Arbeit ging 
bei einer Überschwemmung verloren. ,,Wir haben alles weggeworfen'', bekennt eine Kusine, vom fernen Vetter immer wieder mit bunt bemalten Stöckelschuhen beschenkt: die hat sie getragen, bis sie auseinander fielen. 

Zunächst konzentriert auf die Suche nach einem jener Schuhe, entwickelt Stanislaw Muchas dokumentarische Komödie schon bald eine unaufhaltsame und kuriose Eigendynamik: er richtet seinen Blick von der Popart und Andy Warhol auf die Menschen und ihre Kunst, das Leben trotz Armut und Aussichtslosigkeit mit gesundem Phlegma und heiterer Gelassenheit 
zu meistern.
Hier, wo Millionenwerte eines modernen Meisters zu Grunde gingen, 
wurde der Name Warhol zum Mythos, zur Vision, zum Phantom. 
So bleiben Miková und Medzilaborce auf der Landkarte der Gegenwart unauslöschlich. 
thu