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Die Mitte
Ein Film von Stanislaw Mucha
Prädikat:
besonders wertvoll
Verleih: Ventura Film
Premiere
im PANORAMA des
Offiziellen Programms der 54. BERLINALE
www.berlinale.de
Produktionsdaten:
Dokumentarfilm
Deutschland 2004
Länge: 85 min
Format: 35mm, color, 1:1,66
Ton: Lichtton (Dolby SR)
Originalsprachen: Deutsch, Polnisch, Slowakisch, Litauisch, Ukrainisch
Untertitel: Englisch oder Deutsch
Produzent: strandfilm, zusammen mit Hessischer Rundfunk, ARTE
Gefördert von: Filmförderung Hamburg, Hessische Filmförderung, Kuratorium
Junger Deutscher Film, Filmstiftung / Filmbüro NW
Weltvertrieb: Telepool, Munich
Kurzsynopsis
Wo befindet sich die
geographische Mitte Europas? Gleich ein Dutzend Orte im Umkreis von
zweitausend Kilometern erhebt Anspruch darauf, das „Zentrum" zu
sein. Und so begibt sich der polnische Regisseur Stanislaw Mucha mit
seiner Crew auf eine kurzweilige, manchmal burleske, manchmal
tragikomische Odyssee kreuz und quer durch den Kontinent auf der Suche
nach der einzigen, der „wahren Mitte"in dem mit Mitten
übersäten Erdteil...
Synopsis
Irgendwo zwischen Nordkap,
Griechenland, Portugal und Russland muss er liegen, der geographische
Mittelpunkt Europas. Danach gefragt, sagt einer, er wisse überhaupt
nichts, ein anderer weiß, es ist „Essen", ein dritter ist gerade
im Urlaub, für einen vierten ist sie dort begraben, wo der Hund liegt,
und ein fünfter sucht noch den
richtigen Standpunkt.
Auch der polnische Filmemacher Stanislaw Mucha sucht. Mit seiner Crew
begibt er sich auf eine muntere Odyssee kreuz und quer durch den
Kontinent und wird fündig. Er bereist mehr als ein Dutzend Orte, die
den Anspruch erheben, das „Zentrum" Europas zu sein.
Im österreichischen Braunau am Inn, wo Japaner das Geburtshaus Hitlers
knipsen, erfährt man im Gasthof „Mittelpunkt Europas", dass
einst Napoleon hier seine Mitte fand. Im slowakischen Krahule half ein
Engel bei der Verortung, und ein Mann denkt laut über ein Plakat nach,
auf dem steht „In die Europäische Union, aber nicht mit nackten
Ärschen". Im polnischen Piatek behauptet jemand die „Mitte"
sei abhanden gekommen und weiter östlich verirrt sich die Filmcrew in
die „Mitte des polnischen Urwaldes". Im litauischen „Europos
Centro", bei Vilnius, betrachtet eine Familie Europa als „Scheusal"
und sieht im Untergang der Sowjetunion ihr größtes Unglück. Ein
Nachbar erzählt die tragikomische Geschichte seiner Verwandten, die
sich alle erhängt haben und in einem Labyrinth, dass sich „Fernseher
für Europa" nennt, beaufsichtigt ein Mann Tausende kaputter
TV-Apparate. Im westukrainische Rachiv, seit 1887 die Mitte Europas, ist
die Zeit geteilt: je nachdem, ob die Uhren nach Europäischer oder
Kiewer Zeit ticken, gehen sie zwei Stunden vor oder nach.
Wir treffen den letzten Chassidim, als er die Zeitung „Mitte
Europas" kaufen will und
erfahren alles was dort nicht drinsteht von der schlohweißen Kioskfrau,
deren winziger Laden womöglich „die
wahre Mitte" ist...
Wo sie also liegt, die Mitte Europas, ist keine Frage der Topographie
sondern eine Sache des Glaubens.
Sicher ist nur, dass sie sich östlich der Erwartung befindet.
Der Film folgt Spuren von Irrtümern, Anmaßungen und skurriler
Selbstbehauptung.
Er wirft Schlaglichter auf
Spinner und Visionäre, Lokalpatrioten und Kontinental-Utopisten. Und
Mucha erzählt davon, wie jenseits der alten EU-Grenzen, inmitten der
neuen, die Existenzprobleme wachsen, mit ihnen jedoch auch Gelassenheit
und Humor der Bewohner.
Die Menschen der jeweiligen Mitten bestimmen die Betrachtung von Europa.
Keine Mitte liegt wirklich im Zentrum, aber jede ist der Nabel der Welt
und macht den virtuellen Ort zu einem Herzstück...
Team:
Kamera: Susanne Schüle
Kameraassistenz: Helge Haack
Ton: Michel Klöfkorn
Musik: Moritz Denis, Eike Hosenfeld
Mischung: Pierre Brand
Redaktion: Lili Kobbe
Produzent: Dieter Reifarth
Regie, Buch, Schnitt: Stanislaw
Mucha
Regisseur:
Stanislaw Mucha
- geb. am 03.05.1970 in Nowy Targ/Polen.
1989 Abitur am Gymnasium
„Seweryn Goszczynski"in Nowy Targ.
Studium an der Staatlichen Theaterhochschule „Ludwik Solski" in
Krakau.
1993 Abschluss in
Schauspielkunst mit dem Titel „Magister Artium".
1994 Festes Engagement als
Schauspieler und Regieassistent am Staatlichen Alten Theater „Helena
Modrzejewska" in Krakau.
1995-2000 Studium der
Film- und Fernsehregie an der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad
Wolf" in Potsdam-Babelsberg (Diplom mit Auszeichnung).
2001 Nachwuchsförderpreis
der DEFA-Stiftung (Berlin).
2002 Filmstipendium der
DEFA-Stiftung (Berlin).
2003 Adolf-Grimme-Preis.
Filme :
1995 DER PUPPENDOKTOR,
Dokumentarfilm, 16mm Farbe, 15 Min. (Regie und Buch) Abschlussfilm
des 1. Studienjahres.
Uraufführungen: im Kino „Filmmuseum" Potsdam, Kino „Munk"
im Polnischen Kulturinstitut in Berlin, im Kino "Kunsthaus" in
Hannover und im Kommunalen Kino in Stuttgart. Teilnahme an den
Internationalen Filmfestivals: in Potsdam, Neubrandenburg, Karlsruhe.
Der Film wurde von dem Bundesverband Kinokultur ausgewählt für die „FilmKlasseFilm"
in der Reihe „die deutschen Filmhochschulen stellen sich vor" und
gefördert vom Kuratorium Junger Deutscher Film.
1996/1997 POLNISCHE
PASSION , Dokumentarfilm, 35mm Farbe, 160 Min.
(Regie und Buch) Abschlussfilm des 2. Studienjahres.
Welturaufführung: 47. Internationale Filmfestspiele Berlin -27.
Internationales Forum des Jungen Films. Teilnahmen an
Internationalen Festivals in Berlin, Leipzig, Nyon/Schweiz, Lagow und
Nowogard/Polen, Teheran.
Kinoauswertung 1998: Filmbühne am Steinplatz, Freiluftkino im
Scheunenviertel, Lichtblick Berlin, Kölner Filmhaus-Kino Köln,
Kommunales Kino Stuttgart, Filmmuseum Frankfurt/M. Eine Produktion der
HFF „Konrad Wolf" und WDR.
1998 DER TISCH,
Spielfilm, 35mm Farbe, 10 Min.
(Regie und Buch) Abschlussfilm des 3. Studienjahres.
Teilnahmen an den Internationalen Festivals in Koblenz (Hans W.
Geissendörfer Nachwuchsförderfilmpreis), Winterthur/Schweiz,
Kommunales Kino Stuttgart, Filmfest Bayreuth, Grenzfilmtage Selb, 13.
Stuttgarter Filmwinter, Transmediale Berlin 2000, Lübeck (Publikumspreis
für den besten Kurzfilm), Bochum, Luxemburg, Braunschweig, Interfilm
Berlin, Int. Kurzfilmfestival „abgedreht" in Sulzbach-Rosenberg.
Eine Produktion der HFF „Konrad Wolf" und ORB.
1999 EIN WUNDER,
Dokumentarfilm, Super 16mm und Betacam SP, Farbe,
7 Min. (Regie, Buch und Produktion) Sonderprojekt.
Teilnahmen an den Internationalen Festivals in Oberhausen,
Edinburgh, Kassel, Wiesbaden (1. Preis beim Wettbewerb „Film
und Fotografie im Dialog. Thema: Sehnsucht nach Utopie."),
13. Internationalen Filmfestival Stuttgart (Hauptpreis „Norman
Award 2000" für den besten Kurzfilm), Berlin, Int.
Kurzfilmfestival „abgedreht" in Sulzbach-Rosenberg, Ankara,
Regensburg, Augsburg, Split, London, Bangkok, Vilnius.
2000 MIT „BUBI"
HEIM INS REICH, Dokumentarfilm, 16mm Farbe, 75 Min. (Regie,
Buch, Schnitt und Produktion) Diplomfilm. Welturaufführung im
Panorama des Offiziellen Programms der 50. Berlinale
Teilnahmen auf den
Internationalen Filmfestivals in Karlovy Vary, Jerusalem, London,
Hollywood, Sibiu, Mailand, Duisburg, Gera (Sonderpreis der OTZ ),
Wolgograd/Russland, Amsterdam, Buenos Aires, Prag. Kamerapreis
der New Media AG Dortmund. Eine Koproduktion von MOPSFILM, ZDF „Das
kleine Fernsehspiel", HFF „Konrad Wolf ", gefördert von
Kulturelle Filmförderung Hessen und Filmbüro NW.
2001 ABSOLUT WARHOLA,
Dokumentarfilm, 35mm, Farbe, 80 Min.
(Regie, Buch und Schnitt) Debütfilm
Eine Koproduktion von strandfilm und PANDORA, zusammen mit
WDR, ZDF/3Sat und HR, gefördert von Filmförderung Hamburg,
Filmförderung Hessen und Kuratorium junger deutscher Film. Im Verleih
von PEGASOS FILM. Weltvertrieb: MEDIA LUNA ENTERTAINMENT.
KINOSTART: 01.11.2001 Berlin,
29.11.2001 bundesweit
Int. Festivals: 44. Int.
Filmfestival Leipzig (Premiere, im Int. Wettbewerb, Publikumspreis,
„Don Quijote Award", „Beste Kamera"),
25. Duisburger Filmwoche (Eröffnungsfilm, im Wettbewerb, „Publikumspreis"),
50. Int. Filmfestival Mannheim (im Int. Wettbewerb, „Publikumspreis"),
18. Dokumentarfilmfest Kassel (Eröffnungsfilm), 18. Filmtage
Rheinland-Pfalz Koblenz (Preis der Landeszentrale für politische
Bildung „Der beste gesellschaftspolitische Film 2001", 15.
Augsburger Tage des Unabhängigen Films, Preis der deutschen
Filmkritik „Der beste Dokumentarfilm des Jahres 2001", 52. Berlinale
2002 (in der Reihe: „Perspektive deutsches Kino" ), 25. Int.
Grenzland-Filmtage Selb 2002 (Eröffnungsfilm), The Philadelphia
Festival of World Cinema 2002,
Hot Docs Canadian Int. Documentary Festival 2002 (Best Documentary in
the National Spotlight Award), 37. Int. Filmfestival Karlovy Vary
2002
(im Int. Wettbewerb, A-Festival), 26. World Film Festival Montreal
(22.08.- 02.09.2002), A-Festival, Sektion: "World Cinema:
Reflections of our Time", 18th Warsaw International Film Festival
(3-14.10.2002), Sao Paulo Film Festival (18.31.10.2002), 32th Kyiv
International Film Festival Molodist, weitere Filmfestivals 2002:
Montreal, London, Bratislava ("Best Documentary Award"),
Sheffield, New York (Museum of Modern Art), 2 Adolf-Grimme-Preise 2003 (für
die Kamera u. Regie).
2004 DIE MITTE,
Dokumentarfilm, 35mm, Farbe, 85 Min.
(Regie, Buch und Schnitt)
Eine Produktion von strandfilm, zusammen mit HR und ARTE,
gefördert von Filmförderung Hamburg, Filmförderung Hessen, Kuratorium
junger deutscher Film, Filmstiftung / Filmbüro NW. Weltvertrieb:
Telepool, München.
Kontakt
Director:
Stanislaw Mucha
Schloss Gumpertsreuth
D-95185 Gattendorf
tel.: +49-(0)9281-477728
fax: +49-(0)9281-477731
e-mail: st.mucha@t-online.de
Producer:
strandfilm
Produktions GmbH
(Kurt Otterbacher)
Kasseler Str. 1 A
D - 60486 Frankfurt am Main
Tel. + 49-69-97910-314
Fax + 49-69-97074-198
e-mail: otterbacher@strandfilm.com
www.strandfilm.com
World Distribution:
Telepool, Munich
Sonnenstr. 21
D-80331 München
tel.: +49-(0)89-55876-223
fax: +49-(0)89-55876-229
e-mail: cinepool@telepool.de
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